Nachdem die Bundesregierung eigentlich ein Ende der kostenlosen Bürgertests für Ende Juni geplant hatte, ist nun offenbar doch eine Weiterfinanzierung geplant. Dies geht aus aus einer gemeinsamen Recherche von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung hervor. Ab ersten Juli sind demnach allerdings neue Einschränkungen sowie Änderungen hinsichtlich der Finanzierung der Corona-Schnelltests geplant.

Gratis-Tests womöglich nicht mehr für alle Bevölkerungsgruppen

Denkbar sei ab dem 1. Juli zum Beispiel ein Modell, nach dem nur noch Angehörige von Risikogruppen staatlich finanzierte Corona-Tests in Anspruch nehmen dürften, berichtet der NDR. Außerdem plane die Bundesregierung eine Umverteilung der Kosten: Die Hälfte der Bürgertests sollen die Bundesländer künftig selbst zahlen. Eine Einigung innerhalb der Bundesregierung und mit den Ministerpräsidenten der Länder stehe derzeit noch aus.

Neue Kontrollen gegen Schnelltest-Betrüger

Das kriminelle Geschäft mit falschen Abrechnungen in Corona-Testzentren solle fortan durch strengere Kontrollen gestoppt werden. Seit der Einführung der Bürgertests im März 2021 verursachten Betreiber privater Testzentren mit dieser Betrugsmasche Schaden in Millionenhöhe. Notwendige Kontrollen sah die Bundesregierung anfangs gar nicht vor. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) versprach nun ein Ende der Steuerverschwendung.