Berlin - Mindestens 70 Menschen in Berlin mussten sich im Krankenhaus behandeln lassen, nachdem sie trotz Impfung an Covid-19 erkrankten. Der Anteil der Menschen ist im Vergleich zur Zahl aller Geimpften in Berlin sehr gering. Wie viele Menschen hingegen nur leicht erkrankten, daher nicht zum Arzt gingen oder in eine Klinik mussten, ist unbekannt. In Israel steigt trotz der hohen Impfquote die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen weiter an. 307 Personen wurde Mitte der Woche positiv getestet worden.

Zuletzt wurden Anfang April mehr als 300 Corona-Neuinfektionen an einem Tag festgestellt. Eine Studie des King's College in London hat sich mit diesem Thema befasst. Dabei kristallisierten sich vier Symptome heraus, an denen Geimpfte eine Infektion mit Corona erkennen können. Der größte Teil der Neuinfektionen steht im Zusammenhang mit der aggressiveren Delta-Variante des Coronavirus, die zuerst in Indien nachgewiesen wurde. Viele der Infizierten sind jüngere Menschen, hieß es.

Dazu haben die Wissenschaftler Daten von rund 1,1 Millionen Menschen untersucht haben, die zwischen vergangenem Dezember und Mitte Mai geimpft wurden. Dabei fanden die Forscher heraus, dass 2278 Erwachsene nach der ersten Impfung positiv getestet wurden.

Das entspricht 0,2 Prozent. Nach der zweiten Impfung haben sich der Studie zufolge  187 Briten dennoch trotzdem infiziert, ein Anteil von 0,03 Prozent.

Um eine mögliche Corona-Infektion zu erkennen, sollten Geimpfte auf folgende vier Anzeichen achten:

  • Niesen: Häufiges Niesen war das einzige Symptom, das bei geimpften Menschen mit Covid häufiger beobachtet wurde als bei Infizierten ohne Impfung. Hatten unter 60-Jährige ihre Impfung bekommen und sich danach mit dem Coronavirus infiziert, trat Niesen 24 Prozent häufiger auf als bei Ungeimpften.
  • Kurzatmigkeit: Sowohl mit als auch ohne Impfung klagen Infizierte gleichermaßen über Kurzatmigkeit. Die Forscher merken aber an, dass geimpfte Erwachsene, die sich infizieren, einen viel milderen Krankheitsverlauf haben als Ungeimpfte.
  • Ohrenschmerzen: Ohrenschmerzen sind ein weiteres potenzielles Symptom, das Geimpfte beachten sollten. Corona-Patienten, die nicht geimpft wurden, klagen oftmals über Tinnitus. Eine Erkrankung, die ein anhaltendes Klingeln in den Ohren und ein gedämpftes Gehör verursacht. Sollten Sie in den Tagen nach der Impfung unter Ohrenschmerzen leiden, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass Sie sich angesteckt haben.
  • Geschwollene Lymphknoten: Eine weniger häufige Nebenwirkung nach Verabreichen des Corona-Impfstoffs sind geschwollene Lymphknoten in der Achselhöhle oder im Nacken. Während sie normalerweise innerhalb weniger Tage verschwinden, können sie auch ein Anzeichen für eine Infektion sein.

Wichtig: Mit einer Impfung können Nebenwirkungen wie Schwitzen, Schüttelfrost, Müdigkeit und Schmerzen einhergehen. Sie treten bei etwa jedem vierten Geimpften auf und sind nicht mit den Anzeichen einer Corona-Infektion zu verwechseln.