Berlin - Die Berliner Polizei hat in Neukölln eine Trauerfeier aufgelöst, weil sich zu viele Gäste nicht an die Infektionsschutzverordnung hielten. Nach Angaben der Polizei waren Einsatzkräfte am späten Sonntagnachmittag in die Flughafenstraße alarmiert worden, weil laut Zeugen in einer Wohnung eine Feier stattgefunden habe. 

Polizisten, die zur Überwachung der Infektionsschutzverordnung auf Streife waren, eilten daraufhin zum dem beschriebenen Haus. Beim Betreten der Wohnung stellten die Einsatzkräfte 24 Personen in einer Drei-Zimmer-Wohnung fest. Gegenüber den Beamten hätten sie gesagt, dass sie Gäste einer Trauerfeier sind. Da so gut wie niemand einen Mund-Nasen-Schutz getragen haben soll und auch der entsprechende Mindestabstand nicht eingehalten worden sei, lösten die Polizisten das Treffen auf.

Es wurde gegen 21 Gäste Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung eingeleitet. Insbesondere in Neukölln kommt es immer wieder zu verbotenen Treffen von Dutzenden Menschen, wovon die meisten in Shisha-Bars oder Wohnungen stattfinden.