Berlin -  Männer und Frauen erkranken in etwa gleich häufig an Covid-19. Der Krankheitsverlauf ist bei Männern aber oft schwerer, das Sterblichkeitsrisiko höher. „In Deutschland fällt das vor allem im mittleren Alter zwischen 40 und 69 auf, dass in der Altersgruppe ungefähr doppelt so viele Männer an der Erkrankung gestorben sind“, sagt Virologin Sandra Ciesek in der neuen Folge des NDR-Podcasts „Coronavirus Update“. Auch die Wahrscheinlichkeit, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden, sei für Männer 20 Prozent höher, so Ciesek.

Ein Grund dafür könnte laut Ciesek sein, dass sich Männer öfter Risikofaktoren aussetzen. Statistisch gesehen würden Männer deutlich häufiger rauchen und öfter Alkohol trinken – beides seien Risikofaktoren. Außerdem sei das Immunsystem von Frauen genetisch und hormonell bedingt durchschnittlich besser, erklärt die Virologin. „Frauen entwickeln insgesamt stärkere Immunantworten auf Virusinfektionen als Männer“, so Ciesek.