Frau mit Mundschutzmaske, zeigt Smartphone mit Corona Warn-App.
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BerlinRund eine Woche nach Einführung der Corona-Warn-App hat die Anwendung erste Nutzer gewarnt, die sich in der Nähe von infizierten Personen aufgehalten haben. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden die anonymen Identifikationsnummern an die Nutzer verschickt, berichtet der Spiegel. Zuvor hatten sich am Dienstag zwischen 20 und 30 Menschen in der App als infiziert eingetragen, schätzt einer der beteiligten Entwickler, Malte Janduda, auf Twitter. Bei App-Nutzern, die mit den Infizierten Kontakt hatten, wird am Mittwoch eine entsprechende Warnung angezeigt.

Dass Nutzern am Mittwoch ein Warnhinweis angezeigt wird, wissen die Entwickler, da einige Daten der Schnittstelle für sie einsehbar sind. Sie können aber weder erkennen, wer eine Benachrichtigung erhalten hat, noch, wo sich Infizierte aufhalten oder mit wem sie Kontakt hatten. Auch, wie viele Personen einen Warnhinweis bekommen, lässt sich nicht genau sagen.

Die App zeichnet mit der Bluetooth-Technologie auf, wann und wie lange sich jemand in der Nähe eines anderen Smartphone-Nutzers aufgehalten hat, der ebenfalls die App aktiviert hat. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie nachträglich anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Dann kann man sich freiwillig – auch ohne Symptome – auf Kassenkosten testen lassen. Kontaktdaten werden nicht zentral gespeichert, sondern nur jeweils auf den Smartphones.