Mit der Corona-Warn-App können jetzt auch Impf- und Genesenenzertifikate in Kombination mit Testnachweisen angezeigt werden. Über QR-Codes wird somit der G-Status sichtbar: 2G, 2G plus oder 3G. Diese neue Funktion brachte das letzte Update mit sich. Besonders in der Gastronomie sollen damit die Kontrollen von Gästen vereinfacht werden. Doch es gibt ein technisches Versagen: Geboosterte werden von der Warn-App ignoriert. Trotz Nachweis über die dritte Impfung zeigt die App nur 2G an. Dabei sind Geboosterte von der Testpflicht in Restaurants und Bars ausgenommen, ihr Impfstatus lautet also eigentlich 2G plus.

Die App-Entwickler haben das Problem bereits erkannt und auf ihrer Internetseite reagiert: „Das Projektteam arbeitet bereits daran, dass die Corona-Warn-App in Zukunft Zertifikate von Auffrischimpfungen entsprechend einbezieht“, heißt es dort.

Omikron: Ständig rote Warnsignale: Erfüllt die App noch ihren Zweck?

Mit über 40 Millionen Downloads gehört die Corona-Warn-App zu den weitverbreiteten digitalen Instrumenten der Pandemiebekämpfung. Dennoch tauchten vermehrt Probleme auf. Derzeit etwa, während der Omikron-Welle, erhalten Nutzer ständig rote Warnsignale in der App, weil sie einer infizierten Person begegnet sind. Danach sollten die Betroffenen eigentlich umgehend einen PCR-Test machen, den die meisten Zentren ursprünglich kostenfrei anbieten sollten, sobald man das rote Warnsignal vorweisen kann. PCR-Testzentren und Labore sind aber überlastet. Gesundheitsminister Lauterbach schlug deshalb zuletzt eine Priorisierung der PCR-Tests vor.

Erst kürzlich gab es auch bei der CovPass-App ein ähnliches technisches Problem: Sie konnte nicht zwischen „vollständig geimpft“ und „geboostert“ unterscheiden. Die App zeigte nach zweifacher Impfung einen grünen Haken an, der für vollständigen Schutz steht. Als vollständig geschützt galten zu der Zeit allerdings schon nur noch geboosterte Personen (2G plus). Die neue Regel wurde schneller beschlossen als ein App-Update.