Flughafen (Symbolbild)
Foto: Imago Images/Jörg Halisch

BrüsselDie Europäische Union erwägt offenbar, US-Bürgern nach einer schrittweisen Öffnung der EU-Außengrenzen ab dem 1. Juli wegen der Coronavirus-Krise weiterhin die Einreise zu verwehren. Wie die New York Times berichtet, stünden auf einer vorläufigen Liste mit Ländern, für die ab Anfang Juli weiter Einreiseverbote gelten sollten, unter anderem die USA, Russland und Brasilien.

Die EU-Botschafter der EU-Staaten wollen am Mittwoch über Kriterien für jene Länder beraten, aus denen die Einreise in die EU ab Juli wieder erlaubt sein soll. Oberstes Kriterium soll die epidemiologische Lage vor Ort sein. Wie es aus EU-Kreisen hieß, soll die Infektionszahl pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen zwei Wochen ein wichtiges Kriterium sein und einen bestimmten Wert nicht übersteigen dürfen. Dieser Wert könnte laut der New York Times bei 16 Infektionen liegen - allerdings auch höher. Die Beratungen darüber laufen noch.

In den Vereinigten Staaten sind bereits mehr als 2,3 Millionen Coronavirus-Infektionen und mehr als 120.000 Tote registriert worden - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Während die Corona-Beschränkungen bereits wieder gelockert werden, steigt die Zahl der Infektionen in zahlreichen US-Bundesstaaten derzeit stark an.

US-Präsident Donald Trump hatte Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie ein Einreiseverbot für Reisende aus Europa verhängt. Einige Tage später verhängte die Europäische Union ebenfalls weitreichende Einreisebeschränkungen an den EU-Außengrenzen.