Country-Sängerin Jody Miller im Alter von 80 Jahren gestorben

Sie prägte den Nashville-Sound, sang für den amerikanischen Präsidenten und auch mal auf Deutsch. Nun ist Country-Star Jody Miller gestorben.

Country-Sängerin Jody Miller ist im Alter von 80 Jahren gestorben (Archivbild).
Country-Sängerin Jody Miller ist im Alter von 80 Jahren gestorben (Archivbild).imago/United Archives

Die US-amerikanische Country-Sängerin Jody Miller ist in ihrer Heimatstadt Blanchard (Oklahoma) im Alter von 80 Jahren an Parkinson gestorben. Sie sei im Kreis ihrer Familie friedlich eingeschlafen, berichtet T-Online.

Miller wurde 1962 von Capitol Records unter Vertrag genommen und veröffentlichte 1963 ihr legendäres Folk-Debütalbum „Wednesday’s Child is Full of Woe“. Ihre Musik wird dem Nashville-Sound zugeordnet. Ihr wohl bekanntester Hit ist „Queen of the House“ aus dem Jahr 1965. Ein Jahr darauf wurde Miller für den Song mit dem Grammy ausgezeichnet und war damit die zweite Frau, die die Trophäe für die „beste weibliche Country-Darbietung entgegennahm“, schreibt das Management auf Millers Facebook-Seite.

Sogar auf Deutsch machte die auch hierzulande gefeierte Sängerin Musik und brachte Mitte der Sechziger die Songs „Jetzt geh’n unsre Sterne auf“ und „Sei mein Mann“ heraus. Anfang der Achtzigerjahre zog sich Miller aus der Musikwelt zurück und kümmerte sich zusammen mit ihrem Mann Monty Brooks bis zu seinem Tod im Jahr 2014 um die Pferdezucht.

Trotz Parkinson machte Jody Miller weiter Musik

Ihre musikalische Rückkehr ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Mit ihrem Album „My Country“ begab sich Miller 1987 in die Musikszene zurück. Bei der Amtseinführung des damaligen Präsidenten George H. W. Bush trat sie mit diesem Album auf.

In den letzten Jahren hatte Miller mit den Symptomen der Parkinson-Krankheit zu kämpfen, weshalb sie sich entschied, 2020 ihr letztes Projekt anzugehen: „Wayfaring Stranger“ auf Heart of Texas von Texas Records. Tracy Pitcox, die Präsidentin des Labels, erklärte: „Jody lebte ihr Leben, so wie sie ihre Karriere führte, mit der größten Klasse und Würde.“