Die Creditreform (Crefo) warnt vor den wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs für Deutschland. Hintergrund sind Sanktionen und Strafen der EU und der USA gegen Russlands Notenbank, die wichtigsten Geldhäuser sowie gegen Einzelpersonen und Organisationen. „Hinzu kommen warenbezogene Sanktionen, die die Ausfuhr bestimmter Güter nach Russland verbieten“, teilte die Crefo am Montag mit. Das würden „auch Unternehmen und Branchen hierzulande spüren“. Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2021 nach Crefo-Angaben Waren und Dienstleistungen im Wert von 26,6 Milliarden Euro nach Russland exportiert. Importiert wurden laut dem Statistischen Bundesamt Güter im Wert von 33,1 Milliarden Euro.

Für einige Branchen, „etwa den Maschinenbau, war Russland bisher ein durchaus wichtiger Absatzmarkt“. Zudem sind „laut Angaben der deutsch-russischen Auslandshandelskammer „noch mehr als 3500 Firmen mit deutschem Kapital in Russland tätig“, teilt die Creditreform weiter mit. Bernd Bütow, Geschäftsführer des Verbandes der Vereine Creditreform: „Wir blicken voller Sorge auf die humanitäre Katastrophe, die sich vor unser aller Augen in der Ukraine abspielt“. Und weiter: „Wir beobachten die Situation und künftige Entwicklungen sehr genau und unterstützen die Unternehmen, wo wir können.“

So würden zum einen „Vorsichtsmaßnahmen verstärkt, um die eigene technische Infrastruktur und Datenbestände vor Cyberangriffen zu schützen“. Zum anderen unterstützt die Creditreform „Unternehmen mit Services zur Prüfung von sanktionsbelegten Geschäften“.