Berlin - Der CSU-Politiker Georg Nüßlein lässt aufgrund der Korruptionsermittlungen gegen ihn sein Amt als stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ruhen. Dies teilte der Anwalt Nüßleins am Freitag mit.

Die Immunität des Bundestagsabgeordneten war zuvor aufgehoben worden. Seine Diensträume wurden durchsucht. Das teilte der Bundestag der Berliner Zeitung schriftlich mit.

Korruptionsermittlungen wegen Ankauf von Corona-Masken

Nüßlein wird als Mandatsträger unter anderem Bestechlichkeit im Zusammenhang mit dem Ankauf von Corona-Atemschutzmasken vorgeworfen, wie die Generalstaatsanwaltschaft München auf Anfrage mitteilte. Sie führt die Ermittlungen gegen Nüßlein. 

Der CSU-Politiker gehört dem Bundestag seit 2002 an. Er vertritt den Wahlkreis Neu-Ulm. Seit 2014 ist er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion. Der 51-Jährige kümmert sich schwerpunktmäßig um die Themen Umwelt, Naturschutz, Gesundheit, Wirtschaft und Energie.