München - Der in der Bundesregierung tätige CSU-Politiker Stephan Mayer hat sich für eine Impfpflicht für Fußballprofis ausgesprochen. „Es ist aus meiner Sicht den Zuschauern nicht zu vermitteln, dass für sie und auf den Tribünen zu Recht die 2G-Regel gilt, aber die Spieler auch ungeimpft am Spielbetrieb teilnehmen können“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Deshalb halte ich eine Impfpflicht für Fußballprofis für vertretbar und geboten.“

Mayer sagte: „Ich will, wie viele Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger auch, dass der Betrieb der Fußball-Bundesligen auch in dieser schwierigen Zeit der vierten Corona-Welle mit Zuschauern fortgesetzt werden kann.“ Dies sei aber nur möglich, „wenn größtmögliche Sicherheit gewährleistet wird, was den Schutz aller Beteiligten vor einer möglichen Corona-Infektion anbelangt“.

Diskussionen über ungeimpften Bayern-Profi Kimmich

Auch Ministerpräsident Söder kann sich eine Impfpflicht für Fußballprofis vorstellen. „Ich bin für eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, das brauchen wir“, betonte der 54-Jährige bei Bild TV, „ich denke, es wäre ein gutes Signal, dass wir so etwas auch für den Fußballbereich diskutieren – als Signal auch der Einheit von Fans und Spielern.“

Zuletzt gab es hitzige Diskussionen über den Bayern-Profi Joshua Kimmich. Dieser gab an, sich vorerst nicht impfen lasen zu wollen. Es folgten Diskussionen in der Politik, sowie Appelle  – unter anderem von Bundesinnenminister Seehofer. Kimmich droht aktuell eine erneute Quarantäne – im privaten Umfeld gab es Kontakt zu einer mit Corona infizierten Person.