Paris - Bei der Vendée Globe segeln die Teilnehmer seit dem 8. November allein, ohne Hilfe und ohne jegliche Pause um die Welt. Kap Hoorn und das Kap der Guten Hoffnung haben sie schon passiert. Aktuell befinden sich die Segler, die noch nicht aufgegeben haben oder aufgeben mussten, auf der Zielgerade im Atlantik. Die französische Küste ist nicht mehr weit. Das Rennen gilt als eines der härtesten Regatten überhaupt. Viel Aufmerksamkeit in den Medien bekam in den letzten Tagen der Profisegler Boris Herrmann. Er ist der erste Deutsche, der an der Vendée Globe teilnimmt. Derzeit liegt Hermann auf dem zweiten Platz.

Nur Fachleute in Deutschland kennen hingegen den Teilnehmer Damien Seguin. Dem 41-jährigen Franzosen, der lange Zeit vor Herrmann bei der Vendée Globe lag, fehlt seit der Geburt die linke Hand. Er ist noch im Rennen, liegt derzeit auf Platz sechs.  

Bei den Paralympics holte Seguin in der Vergangenheit zweimal Gold im Einmannkielboot. Offenbar hat ihm das nicht gereicht. Für die Vendée Globe hat Seguin sein Boot umgerüstet, um es auch mit einer Hand steuern zu können. Bisher ist alles gut gegangen, sein Boot und er sind heil. Boris Herrmann, der regelmäßig Videobotschaften für das deutsche Fernsehen aufnimmt, sagte einmal kurz, aber nicht minder respektvoll in einer dieser Videobotschaften: „Damien steht über uns allen.“