Wittenbeck - Bei einem Zusammenstoß der Dampflokbahn Molli mit einem Wohnmobil in Höhe Wittenbeck ist am Sonntag ein 72-Jähriger ums Leben gekommen. Seine ein Jahr jüngere Beifahrerin sei schwer verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Es bestehe bei ihr aber keine Lebensgefahr. Der Unfall habe sich ereignet, als das Wohnmobil einen unbeschrankten Bahnübergang überqueren wollte. Der Fahrer sei eingeklemmt worden und noch an der Unfallstelle gestorben.

Aufgrund des Andreaskreuzes habe der Fahrer zunächst gestoppt, teilte die Polizei weiter mit. Aus bisher ungeklärter Ursache habe der Mann seine Fahrt plötzlich fortgesetzt und dabei die von rechts aus Kühlungsborn kommende Mecklenburgische Bäderbahn übersehen. Es kam zum Zusammenstoß. Das Wohnmobil sei auseinandergerissen worden. Rettungskräfte brachten die Frau in eine Klinik nach Rostock.

Das Wohnmobil wurde nach Angaben eines Sprechers des Landkreises etwa 50 Meter mitgeschleift. Im Zug sei nach derzeitigem Kenntnisstand niemand der rund 30 Mitfahrenden verletzt worden, sagte er. Die Insassen des Wohnmobils kommen seinen Angaben zufolge aus Mecklenburg-Vorpommern.

Bergung des Wohnmobils dauert an, Bäderbahn nicht fahrbereit

Die Bäderbahn ist nicht mehr fahrbereit, berichtete Fengler. Zwischen Kühlungsborn und Heiligendamm wurde den Tag über ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Ein Spezialkran wurde angefordert, um die Lok anzuheben und das Wohnmobil zu bergen.