Danone zieht sich aus Russland zurück – mit einer Ausnahme

Danone war eine der wenigen internationalen Firmen, die nach Beginn des Ukraine-Kriegs noch Geschäfte mit Russland machten. Nun beendet der Konzern die meisten seiner Aktivitäten dort.

Der französische Lebensmittelkonzern Danone zieht sich größtenteils aus dem Russland-Geschäft zurück. Nur das Geschäft mit Babynahrung läuft weiter.
Der französische Lebensmittelkonzern Danone zieht sich größtenteils aus dem Russland-Geschäft zurück. Nur das Geschäft mit Babynahrung läuft weiter.imago/IP3press

Der französische Lebensmittelkonzern Danone beendet den Großteil seiner Aktivitäten in Russland. Das Unternehmen werde sich aus seinem Geschäft mit Milchprodukten und pflanzlichen Produkten zurückziehen, hieß es am Freitag. Das umfasst den Großteil des Danone-Geschäfts in Russland und machte 2022 bislang fünf Prozent am Gesamtumsatz des Konzerns aus.

Der Schritt könne zu Abschreibungen in Höhe von einer Milliarde Euro führen, hieß es weiter. Zunächst blieb unklar, wer die Geschäfte in Russland übernehmen soll und ab wann. Die Entscheidung muss zudem von den zuständigen Behörden genehmigt werden.

Danone hält aber das Geschäft mit Babynahrung aufrecht

Danone war nach dem russischen Angriff auf die Ukraine noch einer der wenigen internationalen Konzerne, die in Russland präsent blieben. Eine ganze Reihe von Firmen zog sich aus dem Land zurück oder schloss vorübergehend Produktionsstätten.

Danone hatte zunächst erklärt, in Russland bleiben zu wollen, um einen Beitrag zur Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung der Zivilbevölkerung leisten zu können. Nun hieß es aber, der Rückzug aus dem Großteil des Geschäfts sei die beste Option, um die langfristige Kontinuität des Geschäfts vor Ort zu sichern. Das Geschäft mit Säuglingsnahrung will der Konzern aber aufrechterhalten.