London - Das Magazin Time Out hat die 49 coolsten Bezirke der Welt gekürt. In diesem Jahr nominierten mehr als 27.000 Stadtbewohner der Welt ihre Nachbarschaften als coolste, am stärksten unterbewertete und kulturell spannendste Stadtbezirke. In diesem Jahr wurde das Stadtteil Nørrebro in Kopenhagen zum Sieger erklärt. Der Berliner Bezirk Neukölln hat demnach die Top 10 nur knapp verpasst und landet auf Rang 11. 

Bei der Erstellung der endgültigen Rangliste bewerteten die lokalen Fachredakteure und Journalisten von Time Out die Stadtviertel nach Atmosphäre, Gastronomie, Nachtleben, Kulturangebot, Gemeinschaftsgeist und Widerstandsfähigkeit. Ebenfalls berücksichtigt wurden Nachhaltigkeit, innovative grüne Initiativen und sonstige Faktoren, die ein stressfreies Leben begünstigen.

Caroline McGinn, Globale Chefredakteurin von Time Out, sagte dazu: „Die jährliche Rangliste der World's Coolest Neighbourhoods ist ein Liebesbrief an die Stadt in ihren fröhlichsten und überraschendsten Aspekten. Damit feiern wir superlokale Plätze, wo die Städte der Zukunft - genau hier - entstehen.“ Es sei inspirierend zu sehen, wie viel Energie diese Viertel mitbringen. „Es sind Bezirke, wo eine bessere Normalität entsteht“, so McGinn weiter.

Neukölln überzeugt mit multikultureller Atmosphäre

Über Neukölln heißt es in dem Bericht: „Kein Stadtteil fängt die Dynamik des modernen Berlins besser ein als Neukölln.“ In den letzten zehn Jahren seien überall in diesem südöstlichen Bezirk lebhafte Bars, Boutiquen und Restaurants entstanden, aber die multikulturelle Atmosphäre sei geblieben, mit vielen Lebensmittelgeschäften und Cafés, die von Einwandererfamilien betrieben werden, die schon lange in Neukölln zu Hause seien.

„Richtig lebendig werden die Straßen jedoch, wenn sich die Gemeinschaft für soziale Belange zusammenschließt: Neukölln ist ein Epizentrum für Proteste und Demonstrationen“, heißt es in der Begründung weiter. Teilnehmende würden dort für Gleichberechtigung und bezahlbaren Wohnraum demonstrieren.

Das ist die vollständige Liste:

1. Nørrebro, Kopenhagen

2. Andersonville, Chicago

3. Jongno 3-ga, Seoul

4. Leith, Edinburgh

5. Bahnhofsviertel, Vilnius

6. Chelsea, New York

7. XI. Distrikt, Budapest

8. Ngor, Dakar

9. Sai Kung, Hongkong

10. Richmond, Melbourne

11. Neukölln, Berlin

12. Centro, Medellín

13. Dalston, London

14. Silver Lake, Los Angeles

15. Dublin 8, Dublin

16. Zoloti Vorota, Kiew

17. Noord, Amsterdam

18. Villeray, Montreal

19. Surry Hills, Sydney

20. Ancoats, Manchester

21. Sagene, Oslo

22. Old Xuhui, Shanghai

23. Centro, Mexico City

24. Gràcia, Barcelona

25. Saúde, Rio de Janeiro

26. Kemptown, Brighton

27. Sololaki, Tbilisi

28. Brickell, Miami

29. Ouseburn, Newcastle

30. Barranco, Lima

31. Chamberí, Madrid

32. Vinohrady, Prag

33. Katong, Singapur

34. Anjos, Lissabon

35. Daikanyama, Tokio

36. Haut-Marais, Paris

37. Al Bateen, Abu Dhabi

38. Foz, Porto

39. Central Square, Boston

40. Mount Pleasant, Vancouver

41. Jamestown, Accra

42. Centro, Oaxaca

43. Mouassine, Marrakesch

44. Dubai Marina, Dubai

45. Kadikoy, Istanbul

46. Poblacion, Manila

47. Ari, Bangkok

48. Koregaon Park, Pune

49. El Arrayán, Santiago

So hip ist Nørrebro

Nørrebro ist ein vielfältiger Distrikt, wo Geschichte und supermoderne Architektur an der Nordseite der Seen von Kopenhagen zusammentreffen. „Hier gibt es wirklich alles“, schreibt Time Out. In einer Stadt, die auf ihre Gastronomie-Szene stolz ist, habe Nørrebro in diesem Jahr eine Flut von Neueröffnungen erlebt: von Bäckereien bis hin zu Weinbars, jeweils mit einem Fokus auf lokale, saisonale (vielfach selbstgesammelte) Produkte. Der Bezirk war in diesem Sommer der Veranstaltungsort der Pride-Demonstration, als WorldPride nach Kopenhagen kam – das bedeutendste LGBTQ+ Event der Welt.