Das Stadion an der Alten Försterei in der „Night of Light“. Die Veranstaltungsbranche wollte mit dem roten Licht ein Zeichen setzen.
Foto: Matthias Koch

BerlinInitiativen und Verbände der Veranstaltungswirtschaft rufen unter dem Motto „Alarmstufe Rot“ für den 9. September zu einer Großdemonstration in Berlin auf. Sie fordern mehr Hilfen für die krisengebeutelte Branche.

„Wir demonstrieren gegen die Art und Weise, wie die Regierung den sechstgrößten Wirtschaftszweig Deutschlands wissentlich kollabieren lässt und hinnimmt, dass Hunderttausende Unternehmen und Millionen von Existenzen vernichtet werden. Wir fordern einen Rettungsdialog mit der Regierung, um Wege und Lösungen zu diskutieren, wie die Veranstaltungswirtschaft die Phase der zurzeit notwendigen Maßnahmen wirtschaftlich übersteht“, heißt es in dem Demoaufruf auf Facebook. Und weiter: „Unsere Branche benötigt dringend eine Überlebensperspektive!“ Man protestiere nicht gegen die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Infektionsgeschehens, betonen die Organisatoren, sondern es gehe um echte Hilfen für die Veranstaltungswirtschaft.

Es soll gleich zwei Demozüge am 9. September geben: Ein Korso mit Lkws und Autos soll ab Olympischer Platz zum Brandenburger Tor führen. Ein Demozug zu Fuß soll am Alexanderplatz starten und von dort aus ebenfalls zum Brandenburger Tor führen. Die Demonstration soll um 12.05  Uhr beginnen und bis 18 Uhr dauern. Die Organisatoren weisen ausdrücklich auf Maskenpflicht und Abstandsregeln hin. Man sei zurzeit mit den Behörden in Abstimmungen zu einem Hygiene- und Sicherheitskonzept, hieß es.

Auf Facebook hatten am Dienstagabend bereits rund 2500 Personen für die Demo zugesagt, mehr als 9000 zeigten sich interessiert.

Bereits am 22. August hatte die Veranstaltungsbranche mit leuchtenden Mahnmalen auf ihre prekäre Lage in der Corona-Krise hingewiesen. Bei der Aktion „Night of Light“  wurden bundesweit bekannte Bauwerke in rotes Licht getaucht, darunter der Hamburger Fernsehturm und das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig. In Berlin erhielt das Stadion an der Alten Försterei eine rote Illumination.