Demo am Großen Stern (Archivbild)
Foto: imago images/Stefan Zeitz

BerlinGegner der Corona-Politik wollen in nächster Zeit täglich an der Berliner Siegessäule auf dem Großen Stern demonstrieren. Das kündigten sie im Messengerdienst Telegram an. Es gehe um „Demokratie und Meinungsfreiheit und gegen die Corona-Maßnahmen“, hieß es dort.

Ein direkter Bezug zu der Querdenken-Initiative, die am Wochenende die große Demonstration veranstaltet hatte, sei nicht zu erkennen, sagte ein Polizeisprecher. Allerdings wurde der Aufruf auch auf Kanälen von Querdenken geteilt. 

Für eine erste Demonstration am Dienstag waren 500 Teilnehmer bei der Polizei angemeldet worden. Es kamen jedoch weit weniger. Gegen 18 Uhr seien gut 180 Teilnehmer am Großen Stern gewesen, teilte die Polizei am Abend mit. Es sei auch nicht zu Zwischenfällen gekommen. Zunächst sollte der Große Stern zwischen 16 und 20 Uhr komplett für den Verkehr gesperrt werden, wegen der geringen Teilnehmerzahl fand die Demonstration jedoch auf dem Gehweg statt, der Verkehr auf dem Großen Stern konnte fließen.

Für die Demonstranten am Dienstag gilt die neue Maskenpflicht noch nicht. Der Berliner Senat hat diese zwar am Dienstag für Demonstrationen ab 100 Teilnehmern beschlossen, allerdings tritt die Verordnung erst mit der Veröffentlichung im Amtsblatt am Sonnabend in Kraft, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Dienstagnachmittag mitteilte.

Ob demnächst eine weitere große Querdenken-Demonstration geplant ist, stand noch nicht fest. Aufrufe oder Ankündigungen dazu gab es noch nicht. Allerdings sind am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, bereits kleinere Veranstaltungen von sehr rechtslastigen Organisationen oder Einzelpersonen angekündigt. Bei der Polizei liegt eine offizielle Anmeldung mit dem Titel „Frieden, Freiheit, Wahrheit“ und 1000 Teilnehmern vor.