Potsdam - AfD-Anhänger haben in Potsdam gegen die Corona-Beschränkungen und eine mögliche Impfpflicht protestiert. Anlass der Kundgebung am Samstag, an der unter anderem der AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla teilnahm, war das Ende einer mehrtägigen Mahnwache „gegen Impfzwang und Corona-Wahnsinn“ nahe dem Landtag. Gegendemonstranten versammelten sich ebenfalls und setzten Trillerpfeifen ein.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion, Dennis Hohloch, kündigte weitere Protestaktionen an, unter anderem am Rande der nächsten Landtagssitzung in Potsdam Mitte Dezember. Er bezifferte die Teilnehmerzahl am Samstag auf etwa 200 bis 250, ein dpa-Reporter vor Ort schätzte die Zahl der AfD-Anhänger und Gegendemonstranten dagegen auf jeweils um die 100. Die Polizei machte am Sonntag keine Angaben dazu. Laut eines Sprechers verlief die Veranstaltung friedlich.

Die Potsdamer Linke erklärte im Vorfeld: „Es gibt jede Menge an der derzeitigen Corona-Politik zu kritisieren. Sie ist unsolidarisch den Kleinsten und Schwächsten unserer Gesellschaft gegenüber“, so der Kreisvorsitzende Roland Gehrmann. Das alles sei der AfD aber egal, ergänzte die Co-Vorsitzende und rechtspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Brandenburger Landtag, Marlene Block. „Sie übt sich in Leugnung des Virus und betreibt Hetze nach altbekannten Mustern.“