WashingtonDie US-Demokraten haben ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigt und können nach jüngsten Prognosen mit mehr als der Hälfte der 435 Sitze rechnen. Dass sie die Mehrheit behalten, stand US-Medien zufolge bereits in der Wahlnacht fest. Neuesten Zahlen zufolge können sie mit mindestens 218 Mandaten rechnen. 

Diese Zahl könnte noch steigen, da für rund ein Dutzend Abgeordnetensitze noch keine Entscheidungen ausgerufen wurden. Von den 100 Sitzen im Senat, der zweiten Kammer des US-Kongresses, konnten sich die bislang dominierenden Republikaner von Präsident Donald Trump mindestens 50 sichern, die Demokraten kommen Stand jetzt auf 48.

Senat: Entscheidung erst Anfang Januar

Zwei Rennen im Bundesstaat Georgia sind noch offen: Dort stehen am 5.  Januar 2021 Stichwahlen zwischen zwei republikanischen Amtsinhabern und ihren demokratischen Herausforderern an. Auch der Ausgang der Wahlen in North Carolina und Alaska ist noch nicht klar. 

Der Senat hat großen Einfluss auf die US-Politik: Er kann nicht nur Gesetzesvorhaben blockieren, sondern auch Kandidaten des Präsidenten für Regierungsämter und Richterposten. 

Mit Biden und dessen gewählter Stellvertreterin Kamala Harris im Weißen Haus würden den Demokraten 50 Sitze für die Kontrolle über den Senat reichen. Bei einem Patt von 50 zu 50 Stimmen käme Harris als Vizepräsidentin die entscheidende Stimme zu.