Corona-Protest in Berlin: Hunderte Demonstranten ziehen durch Berlin

Corona-Kritiker haben sich erneut am Samstag am Brandenburger Tor in Berlin versammelt. Sie fordern unter anderem die Freilassung von „Querdenken“-Gründer Michael Ballweg.

„Freiheit für Michael Ballweg“ steht auf dem Plakat eines Teilnehmers der Demonstration.
„Freiheit für Michael Ballweg“ steht auf dem Plakat eines Teilnehmers der Demonstration.dpa/Paul Zinken

Gegner der Corona-Maßnahmen haben sich am Samstag in Berlin am Brandenburger Tor versammelt. Mehr als 1200 Demonstranten beteiligten sich laut Polizei an dem Protestzug, der unter dem Motto „Uneingeschränkte Wiederherstellung sämtlicher Grundrechte“ am späten Mittag am Platz des 18. März startete. Bereits dort kamen nach Angaben mehrere Dutzend Menschen zum Gegenprotest zusammen. Dazu zählten etwa Mitglieder der Initiative „Omas gegen Rechts“, die sich gegen Antisemitismus, Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Faschismus einsetzt.

Die Polizei war nach eigenen Angaben mit mehr als 200 Einsatzkräften vor Ort. Nach ihren Angaben hatten die Veranstalter des Protestes gegen die Corona-Maßnahmen im Vorfeld von 10.000 Teilnehmern gesprochen. Ursprünglich hieß es, der Protestzug solle wieder zum Brandenburger Tor zurückführen. Die Strecke wurde nach Angaben eines Polizeisprechers jedoch verlängert und sollte unter anderen von der Torstraße zur Rosa-Luxemburg-Straße bis zum Rosa-Luxemburg-Platz führen.

Für dort hatten linke Initiativen zu Gegenprotesten aufgerufen. Am Abend um 18.30 Uhr waren nach Polizeiangaben noch etwa 450 Teilnehmer des Protestzuges dort und rund 50 Gegendemonstranten.

Viele Teilnehmer der Corona-Demonstration forderten die Freilassung von Michael Ballweg, dem Gründer der „Querdenken“-Bewegung, aus der Untersuchungshaft. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 47-Jährigen wegen Betrugs und Geldwäsche. Die „Querdenken“-Bewegung richtet sich gegen die Corona-Politik.

An diesem Montag jährt sich der Tag der ersten Großdemonstration der „Querdenken“-Bewegung. Gegner der Corona-Maßnahmen haben deshalb bundesweit zu Veranstaltungen und Kundgebungen aufgerufen.