Iran-Protest und „Frieden jetzt!“: Tausende bei Demos in Berlin erwartet

Am Samstag finden mehrere größere Demonstrationen in Berlin statt. Es muss mit Straßensperren und Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

Am Samstag finden in Berlin wieder Proteste gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran statt.
Am Samstag finden in Berlin wieder Proteste gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran statt.imago/Olaf Schuelke

Zu Demonstrationen in der Berliner Innenstadt sind am Samstag mehrere Tausend Teilnehmer angemeldet. Nach Angaben der Berliner Polizei ist mit Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Gleich mehrere Demonstrationen sind als Solidaritätsbekundung mit den Protesten im Iran geplant.

Dazu gehört ein mehrstündiger Demonstrationszug, der am frühen Nachmittag gegen 14 Uhr am Werderschen Markt in der Nähe des Auswärtigen Amts starten und durch Berlin-Mitte führen soll. Er steht unter dem Motto „Solidarität mit den Mitarbeitern der medizinischen Einrichtungen im Iran“. Dazu sind nach Angaben der Berliner Polizei 1500 Teilnehmer angemeldet - wie viele es tatsächlich werden, sei aber offen. Die Demonstranten wollen unter anderem durch die Französische und die Friedrichstraße ziehen, später durch die Kalkscheunen- und Johannisstraße zur Friedrichstraße zurück.

Zweiter Iran-Protest am Samstagmittag in Mitte

Fast zeitgleich ist ab 13 Uhr eine Demonstration gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran geplant. Sie soll ebenfalls durch Berlin-Mitte führen. Nach Polizeiangaben sind dafür 1000 Menschen angemeldet.

Sie versammeln sich zunächst am Platz des 18. März am Brandenburger Tor. Von dort soll es unter anderem durch die Ebert-, die Wilhelm-, die Reinhardstraße und die Paul-Löbe-Alle zurück zum Ausgangspunkt gehen. Schon vormittags beginnt ab 10 Uhr am Oranienplatz eine ganztägige Kunstperformance als Zeichen der Solidarität mit iranischen Frauen. Dafür sind 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet.

Im Iran gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Proteste gegen gegen den autoritären Kurs der Regierung. Auslöser war der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Die Polizei hatte sie festgenommen, weil sie angeblich ihr Kopftuch nicht vorschriftsmäßig trug, sie starb am 16. September.

Ein Demonstrationszug durch Berlin-Mitte unter dem Motto „Frieden jetzt!“ von Gegnern der Außenpolitik der Bundesregierung ist für den frühen Samstagnachmittag angekündigt. Nach Angaben der Polizei sind dazu 1000 Teilnehmer angemeldet. Startpunkt ist gegen 14 Uhr in der Alexanderstraße. Von dort soll es unter anderem durch die Torstraße, Friedrichstraße, über den Boulevard Unter den Linden und durch die Karl-Liebknecht-Straße zurück zum Ausgangspunkt gehen. Laut Berliner Polizei ist der Aufzug von einer Einzelperson angemeldet worden.