Regensburg - In mehreren deutschen Städten sind am Samstag erneut Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen.

Bei einer Querdenken-Demonstration in Frankfurt am Main setzte die Polizei Wasserwerfer gegen Gegendemonstranten ein, die sich dem Protestmarsch entgegenstellten. Auch bei der Auflösung der Kundgebung kam es zu einem kurzen Einsatz des Wasserwerfers, da zahlreiche Menschen den Platz trotz Aufforderung nicht verließen.

Größtenteils friedlicher Verlauf laut Polizei

In Bayern demonstrierten in Regensburg und Aichach jeweils rund 1000 Menschen, wie die Polizei mitteilte. In Regensburg musste die Polizei mehrere Menschen abweisen, da die von den Behörden festgelegte Obergrenze an Teilnehmern erreicht war. Es habe mehrere Anzeigen gegeben, unter anderem wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht und wegen des Verdachts falscher Atteste, sagte ein Sprecher. Zudem werde in einem Fall wegen eines Angriffs auf einen Polizeibeamten sowie in einem anderen Fall wegen Beleidigung ermittelt.

In Karlsruhe versammelten sich bis zu 1000 Menschen bei einer laut Polizei insgesamt friedlichen Querdenken-Demonstration. Die Teilnehmer demonstrierten ohne Maske, aber mit Abstand. Die Polizei verzeichnete auf dem Gelände selbst keine größeren Verstöße gegen den Mindestabstand von 1,50 Metern. Beim Gang dorthin und beim Einlass registrierte sie bis zum späten Nachmittag mehr als 200 Verstöße. Etwa 130 Menschen kamen zudem zu einer Gegendemo zusammen.

Im ostfriesischen Aurich gingen nach ersten Schätzungen der Polizei rund 150 Teilnehmer bei einer Querdenken-Versammlung auf die Straße. Dabei sei es ruhig und friedlich geblieben, sagte eine Polizeisprecherin. Auf dem Marktplatz der Stadt kamen Gegendemonstranten zusammen.