Dennis Rodman plant Flug nach Russland um Brittney Griner zu „helfen“

Ex-NBA-Star Dennis Rodman möchte nach Moskau reisen und sich bei Wladimir Putin für die Freilassung der verurteilten Basketballerin Brittney Griner einsetzen.

Nordkorea, Pjöngjang: Der ehemalige US-Profi-Basketballer Dennis Rodman besucht den Palast der Wissenschaft und Technik. (Archivbild)
Nordkorea, Pjöngjang: Der ehemalige US-Profi-Basketballer Dennis Rodman besucht den Palast der Wissenschaft und Technik. (Archivbild)AP/dpa/Kim Kwang Hyon

Der frühere NBA-Star Dennis Rodman betritt nun auch diplomatisches Parkett und will sich in Moskau für die Freilassung von US-Basketballerin Brittney Griner einsetzen. „Ich habe die Erlaubnis erhalten, nach Russland zu fliegen, um diesem Mädchen zu helfen“, sagte Rodman dem TV-Sender NBC. Er versuche, „in dieser Woche“ zu reisen.

Griner war im Februar an einem Moskauer Flughafen wegen des Besitzes sogenannter Vape-Kartuschen und Haschisch-Öls verhaftet und Anfang August von einem Gericht in der russischen Hauptstadt zu einer neunjährigen Haftstrafe verurteilt worden. International löste das Urteil eine Welle der Solidarität mit der 31 Jahre alten Athletin aus. Berichten zufolge legte die Basketballerin Berufung ein. Die USA kritisieren die Entscheidung der russischen Justiz scharf und fordern ihre Freilassung.

Putin „eigentlich cool“

Rodman hat seine Geschichte mit politisch schwierigen Reisen: Nordkoreas Diktator Kim Jong-Un bezeichnete er einst als einen „Freund fürs Leben“. Mehrfach besuchte er das abgeschottete Land. Er wolle die USA und Nordkorea zusammenbringen, betonte Rodman damals. Nie ganz klar wurde, ob Rodmans Besuche und Bitten wirklich dabei halfen, gefangene US-Amerikaner zurück in die Freiheit zu holen.

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Wladimir Putin kennt Rodman , 2014 hatte der heute 61-jährige Amerikaner diesen in Moskau getroffen. Der russische Präsident sei „eigentlich cool“, sagte der fünfmalige NBA-Champion damals.

Der US-Regierung gefallen Rodmans Pläne nicht. Ein Sprecher von Präsident Joe Biden teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass alle Maßnahmen abseits der Verhandlungen der amerikanischen Regierung mit den Russen „die Freilassungsbemühungen erschweren und behindern“ würden. Griner war in der Vorwoche gegen das Urteil in Berufung gegangen. Es gibt noch kein Datum für eine Anhörung.