Gründungsmitglied Andrew „Fletch“ Fletcher von der britischen Band Depeche Mode ist tot. Der Keyboarder starb im Alter von 60 Jahren. Mit einem bewegenden Tweet nahm die Band am Donnerstagabend Abschied von ihrem langjährigen Freund, der bis zuletzt ein fester Bestandteilt von Depeche Mode war. „Fletch“ hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.

„Wir sind schockiert und erfüllt von überwältigender Trauer über den frühen Tod unseres lieben Freundes, Familienmitglieds und Bandkollegen Andy ‚Fletch‘ Fletcher“, heißt es in einem Tweet, den die Band am Samstagabend absetzt. Weiter heißt es: „Fletch hatte ein wahres Herz aus Gold und war immer da, wenn man Unterstützung, ein lebhaftes Gespräch, ein gutes Lachen oder ein kaltes Bier brauchte.“

Die Todesnachricht löste bei Fans und Kollegen große Trauer aus. Der Ex-Drummer von der Band The Cure, Lol Tolhurst schrieb auf Twitter, er habe Fletcher für einen Freund gehalten. „Wir haben als junge Männer viele gleiche Wege gekreuzt.“ Und die Pet Shop Boys schrieben auf Facebook, sie seien traurig und schockiert. „Fletch war ein warmherziger, freundlicher und lustiger Mensch, der elektronische Musik liebte und auch vernünftige Ratschläge über das Musikgeschäft geben konnte.“

2020: Andy Fletcher wird in Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen

Der 1961 in Nottingham geborene Fletcher war Keyboarder und einer der Mitbegründer der Elektronik-Pioniere von Depeche Mode. Der Musiker war 2020 zusammen mit seinen Bandkollegen in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen worden. „Eines unserer Vermächtnisse ist es, elektronische Musik in der breiten Masse populär zu machen“, sagte Fletcher in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP im Jahr 2017, als das letzte Studioalbum der Band herauskam.

Depeche Mode haben seit ihrer Gründung im Jahr 1980 mehr als hundert Millionen Alben verkauft. Zu ihren größten Hits zählen Songs wie „Personal Jesus“, „Enjoy the Silence“ oder „Walking in my Shoes“. Die Kultband feierte in den 1980er und frühen 1990er Jahren eine Reihe von Hits und wurden zunächst zum Synonym für tanzbaren Synthie-Pop, bevor sie nach und nach einen düsteren Sound entwickelten. (mit dpa)