Der neue Tarifvertrag für die Beschäftigten der Deutschen Bahn steht.
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BerlinDie Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben sich auf ein neues Corona-Tarifpaket geeinigt. Nach wochenlangen Verhandlungen konnten sich beide Seiten auf moderate Lohnerhöhungen verständigen. Der designierte EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel erklärte: „Uns war es wichtig, in schwierigen Zeiten einen drohenden Abbau von Arbeitsplätzen zu verhindern und Perspektiven für unsere Kolleginnen und Kollegen zu entwickeln. Das ist uns gelungen.“ Bis Anfang 2023 sollen die Beschäftigten bei der Deutschen Bahn durch den Tarifvertrag vor den Auswirkungen der Corona-Pandemie geschützt werden.

Die Deutsche Bahn sprach insgesamt von einem „ausgewogenen Abschluss“. Die Einigung sei „in Zeiten von Stellenabbau oder Kurzarbeit in der deutschen Wirtschaft ein gemeinsames Signal der Verantwortung“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler. Für die Mitarbeiter sei zudem eine Erweiterung des Kündigungsschutzes getroffen worden. Zudem sollen fortlaufend neue Arbeitskräfte eingestellt werden. „Weil beide Seiten zu Kompromissen bereit waren“ sei das Ergebnis gelungen, so Seidler.

Laut EVG wird es während der Laufzeit des Tarifvertrags „ab dem ersten Tag der Beschäftigung“ zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommen. Bahn und Gewerkschaft formulierten bereits im Mai, dass man trotz der Corona-Pandemie keine Arbeitsplätze abbauen wolle. Sollte ein erneuter Lockdown eintreten, soll das Personal bis zu 50 Tage für die Kinderbetreuung freigestellt werden, Alleinerziehende sogar bis zu 100 Tage.