Berlin - Wer Briefe oder Postkarten verschickt, muss ab Januar etwas tiefer in die Tasche greifen als bisher. Die Bundesnetzagentur gab am Freitag die vorläufige Genehmigung für die Anhebung des Briefportos, wie die Bonner Behörde mitteilte. Ein Standardbrief kostet nach dem Jahreswechsel 85 Cent und damit 5 Cent mehr als bisher. Das Porto für den Kompaktbrief beträgt dann 1 Euro (bisher 95 Cent) und das für die Postkarte 70 Cent (bisher: 60 Cent). Andere Sendungsarten im Inland werden ebenfalls teurer.

Das Behördenprozedere für die Portoerhöhung war schon vor einigen Monaten eingeleitet worden. Nun steht fest, dass die Deutsche Post ihre Pläne zur Portoerhöhung umsetzen darf. Allerdings handelt es sich um eine vorläufige Genehmigung, weil der Paket-Branchenverband Biek in dem Verfahren noch als Beigeladener Akteneinsicht und die Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen hat. Die endgültige Genehmigung dürfte erst im Frühjahr kommen. Dass sich dann noch etwas ändert, ist sehr unwahrscheinlich.

Weil die Menschen im Digitalzeitalter immer mehr Mails oder Chatnachrichten schreiben und Werbung über das Internet bekommen, sinkt das Briefvolumen schon seit langem. Dennoch ist das Briefgeschäft für die Deutsche Post lukrativ. Das liegt an den staatlich genehmigten Portoerhöhungen, die in der Regel alle drei Jahre kommen. Das neue Porto gilt also planmäßig bis Ende 2024.