Berlin - Mehrere deutsche Immobilienkonzerne haben angekündigt, ihre Investitionen stoppen zu wollen. Dies geht aus einem Bericht des RBB hervor. Der Grund dafür sei die Einführung des Mietendeckels, bei dem am Montag die zweite Stufe in Kraft tritt. Da umfangreiche Modernisierungen nicht mehr finanzierbar seien startet Vonovia Erneuerungen ihres Berliner Bestandes bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nicht mehr, sagte ein Vonovia-Sprecher für Ostdeutschland dem RBB.  

Weiter sagte er: „Wir haben auch energetische Modernisierungen stark zurückgefahren“, so Wulff weiter. „Wir können Wohnungen bei Neuvermietung nicht mehr renovieren, weshalb wir sie zwar sicher und sauber, aber nicht mehr schön hergerichtet vermieten.“

Auch der Konzern Deutsche Wohnen sieht laut dem Bericht derzeit von Modernisierungen ab. Bei der Instandhaltung und -setzung würden auch unter dem Mietendeckel keine Abstriche gemacht werden. Bei energetischer Sanierung und im Neubau hingegen seien geplante neue Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 1 Milliarde Euro zurückgestellt worden, äußerte sich ein Sprecher gegenüber dem Fernsehsender.

Auch viele Privatvermieter sehen ihre Einkünfte durch den Mietendeckel bedroht. Sanierungen werden daher oftmals zurückgestellt. Vorerst nicht betroffen sind offenbar Neubau- und Instandsetzungsmaßnahmen von Wohnungsbaugesellschaften und von Stadt und Land.