Berlin - Ab dem kommenden Jahr will sich Deutschland selbst mit Impfstoff gegen das Coronavirus versorgen. Das kündigte der Impfstoffbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Krupp (SPD), gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe an. Dafür müsse jedoch die Produktion im Land weiter ausgebaut und langfristig gesichert werden.

Laut Krupp werde dazu eine „Taskforce bis Mai ein Konzept zu Produktionskapazitäten in Deutschland ab 2022 erstellen“. Dabei hoffe die Regierung, dass neben den deutschen Herstellern Biontech und Curevac auch Pharma-Unternehmen wie Johnson & Johnson und Astrazeneca Produktionsstätten in Deutschland aufbauen werden.

„Wir brauchen ein Netzwerk von Unternehmen, die die verschiedenen Produktionsschritte machen“, so der Bundesbeauftragte weiter. Dabei müsse die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick genommen werden – von der Rohstoffbeschaffung über die Abfüllung der Impfdosen bis zur Lieferung von Nebenprodukten und Impfzubehör.

Der deutsche Impfstoff-Produzent Curevac geht derzeit davon aus, dass das eigene Corona-Vakzin im zweiten Quartal eine Zulassung erhält.