Deutschlands Wirtschaft im Sommer überraschend gewachsen

Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September um 0,4 Prozent zu und damit etwas mehr als in der ersten Schätzung berechnet, so das Statistische Bundesamt.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat zugelegt. 
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat zugelegt. dpa/Bernd Thissen

Deutschlands Wirtschaft hat sich im dritten Quartal überraschend robust erwiesen: Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu und damit etwas mehr als in der ersten Schätzung berechnet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Die Wirtschaftsleistung wurde vor allem von den privaten Konsumausgaben getragen.

Trotz weiterhin starker Preissteigerungen und der sich ausweitenden Energiekrise nutzten die Verbraucherinnen und Verbraucher auch im dritten Quartal die Aufhebung fast aller Corona-Beschränkungen, um zum Beispiel mehr zu reisen und auszugehen, erläuterten die Statistiker. Die privaten Konsumausgaben waren insgesamt ein Prozent höher als im zweiten Quartal.

Auch in den ersten beiden Quartalen war Deutschlands Wirtschaft trotz Corona-Pandemie, Lieferengpässen, weiter steigenden Preisen und des Kriegs in der Ukraine gewachsen. Von Januar bis März waren es 0,8 Prozent und im zweiten Quartal von März bis Juni noch 0,1 Prozent.