Berlin - Tim Meyer, als DFB-Arzt für die Fußball-Nationalmannschaf zuständig, hält Corona-Impfungen für Bundesligaspieler aktuell nicht für nötig. In einem Interview des Deutschlandfunks sagte Meyer, die bestehenden Hygienekonzepte würden ausreichen, um vernünftig Fußball zu spielen. 

Die Impfstrategie sei klar geregelt, es gebe priorisierte Gruppen, so Meyer: „Da sind gesunde junge Fußballspieler in der allerletzten Gruppe.“ Der 53-Jährige hatte im Frühjahr 2020 mit der Entwicklung eines Hygienekonzeptes für die Deutsche Fußball-Liga (DFL) Anteil daran, dass die Saison in der Bundesliga und der Zweiten Bundesliga zu Ende gespielt wurde.

Mit Blick auf Impfungen von Sportlern vor der Fußball-EM oder den Olympischen Spielen in Tokio äußerte sich Meyer skeptisch. Dieser Gedanke sei ihm fremd; die Entscheidung dazu liege nicht beim Sport, sondern bei der Politik. Er wisse nicht, ob sich die Bundesregierung damit auseinandersetze, „ob sie für Repräsentanten Deutschlands solche Dinge einräumt“, sagte der in Saarbrücken tätige Arzt.

Zuvor hatten der DFL-Geschäftsführer Christian Seifert und der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, Frank Bohmann, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gesagt, Profisportler sollten nicht zu jenen gehören, die bevorzugt geimpft werden.