Dortmund - Die Schiedsrichter-Schelte von BVB-Star Jude Bellingham gegen Felix Zwayer bleibt nicht ohne Folgen. Wie die Bild berichtet, hat der Deutsche Fußball Bund (DFB) den 18-jährigen Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund nun doch bestraft. Laut dem Bericht muss er eine Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro zahlen. Gesperrt wurde er nicht. Der BVB hat dem Urteil bereits zugestimmt, damit ist es rechtskräftig.

Aussagen und Vorwürfe des Jungstars von Borussia Dortmund hatten im Anschluss an das Bundesliga-Topspiel zwischen dem BVB und Bayern München (2:3) die Gemüter erhitzt. Zwei Ex-Stars und zwei frühere Top-Referees befeuerten zusätzlich die anhaltende Debatte.

Vorwurf von Bellingham: Zwayer hat schon mal Spiele verschoben

Bellingham hatte Zwayer beim norwegischen TV-Sender Viaplay Fotball mit dem größten Schiedsrichter-Skandal des Schiris Robert Hoyzer in Verbindung gebracht. Er sagte vor laufenden Kameras: „Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?“ Der Kontrollausschuss des DFB hat daraufhin ein Ermittlungsverfahren gegen Bellingham eingeleitet und ihn aufgefordert, „zeitnah“ Stellung zu nehmen.

Tatsächlich kam neun Jahre nach der Hoyzer-Affäre ans Licht, dass der damals gerade 23 Jahre alt gewordene Zwayer Geld eingesteckt hatte. Eine Manipulation, die Zwayer stets abstritt, wurde ihm nicht nachgewiesen. Rückblick: Im Januar 2005 wurden vier Schiedsrichter beim DFB vorstellig und packten über Hoyzer aus, darunter auch Zwayer.