Keine Maske dabei: Mann fährt bei 100 km/h außen an Zug mit

Der blinde Passagier sprang am Bahnhof in Leverkusen auf ein Trittbrett. Ein Zugbegleiter entdeckte ihn aus einem Seitenfenster und alarmierte die Polizei. 

Ein Regionalzug verlässt einen Bahnhof. (Symbolbild) 
Ein Regionalzug verlässt einen Bahnhof. (Symbolbild) dpa/Jonas Walzberg

Ein 36 Jahre alter Mann ist in Nordrhein-Westfalen auf dem Trittbrett an der Außenseite eines Zuges mitgefahren, weil er keinen Mund-Nasen-Schutz dabeihatte. Wie die Bundespolizei am Montag in Köln mitteilte, entdeckte ein Zugbegleiter den blinden Passagier bei einem Blick aus dem Fenster. Der Zug war zwischenzeitig bereits auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigt.

Laut Polizeiangaben sprang der Mann am Sonntagabend im Leverkusener Stadtteil Opladen auf das Trittbrett des fahrenden Regionalzugs auf. Der Zugbegleiter sah den Mann demnach etwa einen Kilometer nach Abfahrt vom Bahnhof bei einem Blick aus dem Seitenfenster. Der Lokführer leitete daraufhin eine Vollbremsung ein.

Zwei Mitarbeiter der Bahn hielten den Mann fest und verständigten die Bundespolizei. Gegenüber den Polizisten gab der Mann als Grund für seine Fahrt auf dem Trittbrett an, keine Mund-Nasen-Maske dabeigehabt zu haben.

Wie sich später herausstellte, wurde der Mann wegen Diebstahls und Widerstands gegen Polizeibeamte gesucht. Da er wegen der Maskenpflicht nicht auffallen wollte, entschied er sich wohl für die äußerst riskante Aktion. Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.