Diemitz/Berlin - Nach einer Sperrung wegen des Austritts ölhaltiger Flüssigkeiten sind zwei Schleusen zwischen Mecklenburg und Berlin wieder frei – die Schleusen Diemitz (Mecklenburgische Seenplatte) und Regow (Uckermark). Wie Ralf Dimmek als Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Oder-Havel (Eberswalde) am Mittwoch sagte, traten die ölhaltigen Substanzen am Dienstag in den Schleusenkammern aus. Sie wurden beseitigt. Die Schleuse Regow an der Oberen Havel-Wasserstraße habe noch am Abend wieder gereinigt werden können. Die Schleuse Diemitz, die mit bis zu 40.000 Booten im Jahr die am meisten genutzte Schleuse südlich der Müritz ist, wurde am Morgen wieder geöffnet.

In Diemitz hatte ein Charterboot den Öl-Dieselfilm verursacht. „Gut, dass das in der Schleuse passiert ist“, sagte Dimmek. So konnten Mitarbeiter eines Entsorgers die Flüssigkeit, die wohl von der Antriebsmaschine stammte, fast vollständig absaugen. Das Verursacherhausboot laufe jetzt vorsichtig den Heimathafen in der Nähe an und soll dort genauer untersucht werden. Die Ursache für die Verunreinigung in der Schleuse Regow sei noch unklar.

Die Wasserschutzpolizei ermittelt weiter wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung. Die schiffbare Verbindung zwischen der Müritz, Fürstenberg (Oberhavel), Zehdenick und Berlin nutzen in der Hochsaison Hunderte Freizeitskipper und auch Flusskreuzfahrt-Anbieter. Sie müssen sich allerdings generell beeilen, wie es hieß. Vom 13. September 2021 an wird der Wasserweg an der Schleuse Steinhavel, nordwestlich von Fürstenberg, ganz gesperrt. Bis Ende Mai 2022 soll die Schleuse komplett erneuert werden.