Berlin -  In Deutschland gelten ab 1. Januar 2022 neue Pfandregeln. Erstens werden Einwegpfandflaschen aus Kunststoff (bis zu drei Litern) grundsätzlich pfandpflichtig. Damit werden auch auf alkoholische Mischgetränke, Cider, Apfelwein, Energydrinks, Smoothies und Verpackungen von Frucht- und Gemüsesäften 25 Cent Pfand erhoben. Zweitens werden sämtliche Getränkedosen pfandpflichtig. Durch die Erweiterung der pfandpflichtigen Verpackungen sollen große Mengen an Müll vermieden und Ressourcen geschont werden. 

Bereits im Juli 2021 sind Änderungen beschlossen worden: Etwa auf Fruchtsaftgetränke ohne Kohlensäure und alkoholische Mischgetränke wurde Pfand erhoben. Auch für die nächsten Jahre sind offenbar strengere Regeln zur Müllvermeidung beschlossen worden: Ab 2023 müssen Restaurants und Cafés, die Essen und Getränke zum Mitnehmen anbieten, dafür Mehrwegverpackungen verwenden. Und ab 2024 sind auf alle Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff und alle Getränkedosen 25 Cent Pfand zu zahlen. Damit geht einher, dass die Pfandpflicht auch auf Verpackungen von Milchprodukten ausgeweitet wird.