Berlin - Zahlreiche Prominente aus Showbusiness, Sport und Politik sollen der nächsten Bundesversammlung angehören. Diese wird am 13. Februar 2022 den neuen Bundespräsidenten oder die neue Bundespräsidentin wählen. Die Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat den Virologen Christian Drosten als Delegierten für die Bundesversammlung nominiert. Aus dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern sollen die Sänger Roland Kaiser und Dirk Zöllner in die Bundesversammlung berufen werden. Kaiser wird dem Vernehmen nach von der SPD-Landtagsfraktion nominiert, die Linke schickt Zöllner ins Rennen. Die CDU-Fraktion will die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel benennen. Man wolle sich damit „auch ein klein wenig bedanken, für das, was sie für das Land getan hat“.   

Auch FC-Bayern-Profi Leon Goretzka darf wohl bei der Wahl des nächsten Bundespräsidenten dabei sein. Der Fußball-Nationalspieler steht – und zwar für die SPD – auf der Liste der Mitglieder der nächsten Bundesversammlung aus Bayern. Für die Bayern-Grünen soll etwa der Schauspieler Marcus Mittermeier mit abstimmen. In Niedersachsen wollen die Grünen den Pianisten Igor Levit berufen. Es ist Brauch, dass Parteien neben Politikern auch einzelne Prominente für die Bundesversammlung nominieren. Man muss dafür aber kein Mitglied der jeweiligen Partei sein.    

Bundespräsident: Bleibt Steinmeier oder kommt eine Frau?

Die Bundesversammlung besteht aus den 736 Bundestagsmitgliedern und 736 weiteren Wahlpersonen, die von den Landtagen der Bundesländer bestimmt werden. Der amtierende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will erneut als Kandidat für das oberste Staatsamt antreten. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) beispielsweise hat sich hingegen für eine Frau als neue Bundespräsidentin ausgesprochen.