Berlin - Die Werke von mehreren bekannten Persönlichkeiten sind seit Jahresbeginn gemeinfrei. Darauf machte Netzpolitik.org aufmerksam. Gemeinfrei heißt, dass das Urheberrecht der jeweiligen Person erloschen ist. Das ist in Deutschland 70 Jahre nach ihrem Tod, aktuell also bei 1950 gestorbenen Personen. Dadurch kann das von ihr Geschaffene kostenlos benutzt, bearbeitet und veröffentlicht werden.

Betroffen sind 2021 – wie auf Wikipedia nachzulesen ist – unter anderem die Schriftsteller George Orwell (bekannt für das Buch „1984“), Heinrich Mann (Bruder von Thomas Mann) und George Bernard Shaw, der Maler Max Beckmann, der Wirtschaftswissenschaftler Walter Eucken, die Frauenrechtlerin und Schriftstellerin Agnes von Zahn-Harnack sowie der Komponist Kurt Weill, der etwa durch seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht berühmt wurde.

Fristen unterscheiden sich je nach Land

Im Fall Weills weist Netzpolitik.org allerdings darauf hin, dass nun nicht alle Aufführungen seiner Werke frei verfügbar sind: „Denn beispielsweise können Aufnahmen von Orchestern, die seine Musik nach seinem Tod aufgeführt haben, weiterhin geschützt sein, je nachdem, wann und wo die Aufnahme entstanden ist.“ Die EU habe diese Schutzfristen erst vor wenigen Jahren auf ebenfalls 70 Jahre verlängert.

Weiter heißt es in dem Bericht, in den USA erlösche 2021 – unabhängig vom Todeszeitpunkt der Autoren – das Copyright für Werke von 1925. Darunter fallen demnach etwa „Der Prozess“ von Franz Kafka sowie „The Great Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald.