Berlin - Bundesbildungsministerin Anja Karliczek will grundlegend über die Strukturen von Schule und Digitalisierung sprechen. „Die Pandemie legt gerade sehr, sehr deutlich offen, wo wir vielleicht über althergebrachte Strukturen noch mal reden müssen“, sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Freitag. „Wir merken, dass in der digitalen Welt eine andere Form der Zusammenarbeit gefragt ist.“

Dabei brachte Karliczek auch eine Änderung des Grundgesetzes ins Spiel. „Wenn wir so eine Art Zusammenarbeit organisieren wollen, wie wir sie für die Hochschulen haben, dann brauchen wir am Ende irgendwann eine Grundgesetzänderung.“ Und weiter: „Aber dafür brauche ich Zwei-Drittel-Mehrheiten. Dafür muss ich werben.“ Die Zeit sei reif für dieses Thema.

Notwendig sei nun eine Zusammenarbeit über die Bundesländergrenzen hinweg, inklusive einer Antwort auf die Frage, welche Projekte in der digitalen Welt der Bund entwickeln und dann den Ländern zur Verfügung stellen könne, sagte Karliczek. „Diese Frage müssen wir jetzt miteinander klären und dann hoffe ich, dass wir spätestens nach der Bundestagswahl eine Antwort darauf geben können.“