Geflüchtete aus der Ukraine haben mehr als 28.000 Haustiere mit nach Deutschland gebracht. Das berichtete die Rheinische Post unter Berufung auf Angaben des Deutschen Tierschutzbundes. Demnach haben gut acht Prozent der bislang gut 340.000 in Deutschland registrierten Ukrainerinnen und Ukrainer Hund oder Katze dabei. Bei einer Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften sorge dies teilweise für Probleme.

„Die Tiere sind für die Geflüchteten ein wichtiger Anker, der ihnen Halt und Kraft gibt“, sagte die Sprecherin des Tierschutzbundes, Lea Schmitz, der Zeitung. Deshalb müssten Fluchtunterkünfte so ausgestattet werden, dass die mitgeführten Tiere bei ihren Besitzern bleiben könnten. Dies sei bisher jedoch nicht überall der Fall. Oft werde demnach mit dem Seuchenschutz und Hygieneaspekten argumentiert. Aufgefangen würden die Tiere dann in örtlichen Tierheimen.

Das Bundesinnenministerium sicherte laut Rheinischer Post zu, sich um das Problem kümmern zu wollen. Für die traumatisierten Menschen sei es wichtig, „dass ihre Haustiere bei ihnen sind“, schrieb demnach der Parlamentarische Staatssekretär im Innenressort, Mahmut Özdemir (SPD), an den Tierschutzbund. Dies versuche man bei der Unterbringung der Menschen „weitestgehend zu berücksichtigen“. Der Bund werde auch in Gesprächen mit den Ländern und Kommunen darauf hinweisen.