Berlin - Von Milbenkäse bis Schnitzel aus Kuheuter: In einer Ausstellung im Disgusting Food Museum (Museum für ekelhaftes Essen) können sich Besucher derzeit über die seltsamsten Gerichte der Welt informieren. Dabei ist der schlechte Geschmack erwünscht und Interessierte können einiges sogar probieren. Die Idee der Ausstellung stammt ursprünglich aus dem schwedischen Malmö.

Der Rundgang startet mit einem aktuellen Ausstellungstisch: Dort liegen Fledermaus und Schuppentier – beides Tiere, die im Verdacht stehen, bei der Übertragung des Coronavirus eine Rolle gespielt zu haben.

Schnaps mit Analdrüsen-Aroma

Unter den Getränken finden sich etwa Eierlikör aus Straußeneiern und Bibergeil, ein Schnaps, der mit dem Aroma aus den Analdrüsen des Bibers verfeinert wird. Direktor Martin Völker hat alle Exponate selbst getestet. Darunter ein Reiswein, in dem die Leichen von Babymäusen gekocht werden, um einen Verwesungsgeschmack abzugeben. „Das schmeckt wirklich scheußlich“, sagt Völker.

An einer Tasting-Bar können einige der besonderen Speisen getestet werden. Coronabedingt in einer kleinen Dose – quasi als Ekel to go – gibt es dort etwa fermentierten Hai, Milbenkäse und Käfer.

Die Ausstellung soll laut Aussage der Veranstalter vor Augen führen, was kulinarisch möglich ist, und wie sehr das, was wir essen, kulturell geprägt ist. Ein Lebensmittel, das bei Ihnen Empörung hervorruft, steht bei jemandem möglicherweise ganz selbstverständlich auf dem Speiseplan.

Alle Infos zum Disgusting Food Museum

  • in der Schützenstraße 70 in Berlin-Mitte.
  • von Freitag bis Dienstag von 11 bis 19 Uhr geöffnet, am Mittwoch und Donnerstag für Gruppen.
  • Ticket für einen Erwachsenen für 12 Euro, für Kinder und Jugendliche ermäßigte Preise.
  • Tickets sollten vorher gebucht werden.
  • Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.
  • Weitere Infos auf der Museumswebseite.