Der Streamingdienst Disney+
Foto. imago images/James Warwick

BurbankDer Multimedia-Konzern Disney hat bei manchen Filmen seines Streamingsdienstes Disney+ Warnhinweise eingefügt. Diese sollen auf rassistische, vorurteilsbehaftete oder anderweitig diskriminierende Darstellungen hinweisen.

„Dieses Programm beinhaltet negative Darstellungen und/oder die schlechte Behandlung von Menschen oder Kulturen. Diese Stereotypen waren damals falsch und sind heute falsch“, heißt es unter anderem. Man wolle zu einer Diskussion anregen, statt die betroffenen Filme zu löschen, schreibt der Konzern weiter. Seit 2019 gab es zu manchem Werk bereits die Angabe, es werde so präsentiert, wie es ursprünglich erstellt wurde. „Es kann veraltete kulturelle Darstellungen enthalten“, hieß es zusätzlich. 

Betroffen sind Filme wie Peter Pan, Dumbo, Das Dschungelbuch – und Aristocats. Hier wird beispielsweise eine „chinesische“ Katze mit schmalen, schrägstehenden Augen gezeigt, deren Stimme von einem weißen Schauspieler gesprochen wird, der einen „asiatischen“ Akzent imitiert. Manche Disney-Filme wie Onkel Remus' Wunderland von 1946 sind von vornherein aufgrund von dem Konzern zufolge rassistischen Darstellungen nicht auf Disney+ zu sehen.