Marbella/Malaga - Zwei Deutsche sind in Spanien im Zusammenhang mit einem ermordeten DJ festgenommen worden. Die beiden Männer seien am Dienstag – rund 36 Stunden nach der Tat – in Málaga im Süden des Landes gefasst worden. Nach Angaben der örtlichen Polizei seien sie kurz davor gewesen, Spanien zu verlassen. Der 30 Jahre alte Hauptverdächtige werde des Mordes, der unterlassenen Hilfeleistung und des illegalen Waffenbesitzes beschuldigt. Seinem 28-jährigen Komplizen werde Vertuschung vorgeworfen, hieß es.

Marbella: Illegale Party in Villa endet mit tödlichem Schuss

Die Tat hatte sich den spanischen Angaben zufolge in der Nacht zum Montag in einer vornehmen Luxusvilla im Nobelbadeort Marbella ereignet. Ein 40-jähriger Spanier, der auf einer illegalen Party die Musik auflegte, wurde aus noch unbekannten Gründen mit einem Schuss in den Hals getötet. Die Polizei entdeckte die Leiche des Mannes am Montag in der inzwischen leeren Villa. Das Haus war laut den Erkenntnissen Polizei für die Party angemietet worden.

Foto: dpa/Policia Nacional
Polizisten nehmen den zweiten Verdächtigen in Malaga fest. Auch dieses Bild stammt von Aufnahmen der spanischen Nationalpolizei. 

Die Ermittlungen seien in vollem Gange, weitere Festnahmen seien nicht ausgeschlossen, ließen die Sicherheitsbehörden wissen. Wo die beiden festgenommenen Männer in Deutschland wohnen, wurde vorerst nicht mitgeteilt. Es blieb auch unbekannt, ob sie in Spanien leben oder als Touristen eingereist waren.