Berlin - Beim Baden in der Ostsee vor der Insel Rügen ist am Sonntag ein Urlauber aus Thüringen ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher erklärte, war der 54-Jährige aus Mühlhausen am Zeltplatz nahe Nonnevitz/Bakenberg ins Wasser gegangen und dabei abgetrieben worden. Der Zeltplatz liegt an der Nordspitze der Insel Rügen, wo sich häufig gefährliche Strömungen bilden. Am Sonntag herrschte böiger Wind, der zeitweise Stärke sieben erreichte.

Eine Frau habe die Notlage des Mannes gesehen und Helfer alarmiert. Drei Männer vom Zeltplatz schwammen hinaus, konnten den 54-Jährigen aber nicht erreichen und gerieten selbst in Not. Feuerwehrleute mit Schlauchbooten retteten die drei Helfer und bargen den 54-Jährigen. Ein Notarzt habe versucht, den Thüringer wiederzubeleben, was aber misslang.

Zur gleichen Zeit wurde ein weiterer Notfall von zwei Schwimmern in der Nähe bei Dranske im Norden von Rügen gemeldet. Dorthin wurden Helfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit einem Seenotrettungsboot umgeleitet, die erst auch vor Nonnevitz helfen wollten. Die beiden Schwimmer hätten sich mit letzter Kraft aber noch selber an Land retten können, hieß es.