Karstadt an der Müllerstraße.
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BerlinIn Berlin bleiben drei weitere Filialen der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof erhalten. Der Konzern sieht davon ab, seine Filialen in der Müllerstraße in Wedding, in der Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg sowie am Tempelhofer Damm in Tempelhof zu schließen. Das geht aus einer Absichtserklärung hervor, die der Senat und der Kaufhaus-Konzern verabschiedet haben. Er sei darüber sehr erleichtert, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Montag. 

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hatte angekündigt, bundesweit 62 von 172 Filialen schließen zu wollen. Auch in Berlin sollten sechs der elf Standorte sowie eine Filiale von Karstadt Sports dichtmachen. Bundesweit ist die Zahl der Filialen, die die Warenhauskette schließen will, mittlerweile auf 50 gesunken. In Berlin sind jetzt nur noch zwei der elf Standorte von der Schließung betroffen: die Filialen im Linden-Center in Hohenschönhausen und die in den Neuköllner Gropius-Passagen. 

Mitte Juni war bereits bekannt geworden, dass die Filiale von Galeria Kaufhof im Lichtenberger Ringcenter gerettet ist.

Im Gegenzug wolle das Land federführend drei große Bauprojekte des Konzerns in der Stadt unterstützen: den Ausbau der Häuser Hermannplatz, Alexanderplatz und Kurfürstendamm.

Galeria Karstadt Kaufhof war nach der coronabedingten Schließung seiner Filialen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und musste Anfang April einen Schutzschirm beantragen.