Dresden - In Dresden hat in der vergangenen Woche offenbar ein Flixbus-Fahrer Impf- und Testnachweise von seinen Fahrgästen gefordert. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, durfte in den Bus in Richtung Düsseldorf nur einsteigen, wer ein negatives Testergebnis oder einen Nachweis über seine Impfung vorlegen konnte. 

Weil sich Fahrgäste und Busfahrer dem Bericht zufolge nicht einigen konnten, fuhr der Bus ohne die Personen los, die eine Impfung oder einen negativen Test nicht bescheinigt hatten. Das Geld für die Tickets gab es laut einer Frau, die ebenfalls mit dem Bus fahren wollte, bislang nicht zurück. 

3G-Regel auf Inlandsflügen und Bahnreisen?

Flixbus erklärte zu dem Vorfall: „In Deutschland besteht im öffentlichen Nah- und Fernverkehr keine Pflicht, einen Testnachweis vor der Reise vorzulegen. Wir folgen dieser gesetzlichen Vorgabe. Sollten die Passagiere in Dresden tatsächlich aufgrund eines fehlenden Tests von der Reise ausgeschlossen worden sein, bedauern wir das sehr.“

Derzeit wird die 3G-Regel – getestet, geimpft oder genesen – in Deutschland stark diskutiert. Laut Medienberichten plant Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Einführung der 3G-Regel bei Inlandsflügen und Bahnreisen durchzusetzen. Noch dürfen auch Ungeimpfte und Ungetestete den Nah- und Fernverkehr nutzen. Fraglich ist nach derzeitigen Kenntnisstand auch, wie die Regel in Zügen und auf Flügen kontrolliert werden würde.