Dresden - Hinter den dicken Sandsteinmauern der Dresdner Frauenkirche reift vor Weihnachten erstmals Christstollen. Am 15. Oktober werden 300 Christstollen einer speziellen Edition für das weltbekannte Gotteshaus eingelagert, wie die Stiftung Frauenkirche am Donnerstag mitteilte. Die Striezel, wie das Weihnachtsgebäck auch heißt, reifen nicht in der Backstube, sondern in den Glockenstuben der 1945 zerstörten und mit Spenden aus aller Welt wiedererrichteten Spätbarockkirche.

Die Reifung sei entscheidend für das Geschmackserlebnis und Temperatur, Luftfeuchtigkeit, -qualität und -zirkulation spielten dabei eine große Rolle, sagte Meister Rüdiger Zopp von der Mühlenbäckerei. Die Glockenstube sei dafür der perfekte Platz. Die handgefertigten Ein-Kilogramm-Stollen bleiben den Angaben nach bis Ende November in der kleinen Stube im Glockenturm C, in 29 Metern Höhe.