Potsdam - In Brandenburg gibt es den dritten bestätigten Affenpocken-Fall. Das Virus sei bei einem 24 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark nachgewiesen worden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage mit. Der Mann befinde sich in Isolation. Am vergangenen Sonnabend war das Affenpockenvirus bei einem 35-jährigen Mann aus dem Landkreis Teltow-Fläming nachgewiesen worden. Der erste Fall in Brandenburg war am 28. Mai bei einem 40-Jährigen aus Potsdam bestätigt worden.

In Berlin wurden bereits mehr als 70 Infektionen mit Affenpocken registriert. Bundesweit wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bis Mittwoch insgesamt 113 Affenpocken-Fälle aus neun Bundesländern gemeldet.

Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung. Der Erreger wird laut RKI meist durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Erste Symptome sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Großflächiger Hautausschlag ist möglich. Die Symptome verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger Wochen von selbst, können bei einigen Menschen aber zu medizinischen Komplikationen und in sehr seltenen Fällen auch zum Tod führen. Personen, die möglicherweise Kontakt zu Infizierten hatten, wird empfohlen, genau auf Symptome zu achten und Kontakte vorsorglich zu reduzieren.