Frankfurt/Main - Weil er rund 6,5 Kilogramm Kokain von Kolumbien nach Amsterdam transportieren wollte, ist ein DJ von einem Landgericht in Hessen zu vier Jahren und elf Monaten Haft verurteilt worden (Az.: 5150 Js 235717/20). Laut Gericht hatte der 44-Jährige den Auftrag im August 2020 gegen einen Kurierlohn und den Erlass von Schulden in Höhe von insgesamt 10.000 Euro übernommen. Er sagte vor Gericht aus, durch die Corona-Krise seien praktisch alle Einnahmen aus seiner Tätigkeit weggebrochen. 

Vor dem Ausbruch der Pandemie sei er in den Diskotheken in Südamerika ein gefragter Künstler gewesen, so der Mann. Die Strafkammer wertete das Geständnis strafmildernd, verhängte jedoch aufgrund der großen Menge Rauschgifts, das in doppelte Böden zweier Koffer eingearbeitet war, trotzdem eine mehrjährige Haftstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte sechseinhalb Jahre Haft beantragt.