Köln - RTL hat den Sänger Michael Wendler wie angekündigt aus der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ herausgeschnitten. Bei Kamerafahrten auf die ganze Jury waren in der am Sonnabend ausgestrahlten Folge zwar alle vier Juroren der Sendung im Bild, Wendler ganz links aber nur schemenhaft erkennbar. Mittels Bildbearbeitung war er digital verpixelt worden, so dass er verwischt aussah. Sprechblasen ersetzten Wortmeldungen von ihm. Der Sender zog damit Konsequenzen aus Äußerungen Wendlers beim Messengerdienst Telegram.

Darüber hinaus blendete der Privatsender mit weißer Schrift vor schwarzem Bildschirmhintergrund den redaktionellen Hinweis ein, dass „ein Juror Verschwörungstheorien verbreitet“ habe. Wegen „völlig untragbarer Äußerungen“ habe man ihn aus den 2020 aufgezeichneten Folgen herausgeschnitten. „Wir verurteilen jegliche Form von Antisemitismus, Rassismus sowie Diskriminierung auf das Schärfste“, hieß es weiter.

Dass es durch die herausgeschnittenen Szenen „zu erheblichen, teils dramaturgischen Brüchen, vor allem aber auch zu bildlichen ‚Fehlern‘ kommt, die nicht dem RTL-Standard entsprechen“, habe man dabei in Kauf genommen, so der Sender.