Der ehemalige DDR-Nationalspieler Joachim Streich ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Laut übereinstimmenden Medienberichten hat der DDR-Rekordspieler den Kampf gegen eine schwere Krankheit verloren. Laut MDR-Informationen litt der frühere Fußballer am Myelodysplastischen Syndrom im fortgeschrittenen Stadium und sei vor kurzem noch wegen Blutarmut in Behandlung gewesen. Sein ehemaliger Klub, der 1. FC Magdeburg trauert um Streich auf Twitter.

Der „Gerd Müller des Ostens“ erzielte 55 Tore in 102 Spielen für die Auswahl der DDR sowie insgesamt 229 Treffer für Magdeburg und Hansa Rostock in der Oberliga.

Dreimal wurde er Pokalsieger, zweimal Fußballer des Jahres und holte viermal die Torjäger-Krone. Mit der DDR gewann Streich außerdem Olympia-Bronze 1972.

Nach der deutschen Wiedervereinigung war er auch als einer der ersten ostdeutschen Trainer in den alten Bundesländern tätig. So coachte er unter anderem Eintracht Braunschweig.

Ende März hatte er eine Erkrankung des Knochenmarks öffentlich gemacht, eine geplante Stammzellentransplantation musste wegen einer Lungenentzündung abgesagt werden. Am 13. April hatte der Ex-Fußballer noch seinen 71. Geburtstag gefeiert. (mit SID)