Berlin - Der ehemalige AfD-Landeschef und Ehemann der Berliner AfD-Vorsitzenden Kristin Brinker soll auf Facebook einen Mordaufruf gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel verbreitet haben. Wie aus einem Bericht des Business Insider hervorgeht, teilte Günter Brinker den Appell in einem AfD-internen Facebook-Chat. Der Post ist nicht mehr vorhanden. Brinker gibt an, er habe die Nachricht nur versehentlich abgeschickt.

Dem Business Insider liegt demnach ein Screenshot der Nachricht von Freitagnacht vor, in der es heißt: (Rechtschreibfehler im Original, Anm. d. Red.) „Was da abgeht ist eine bodenlose Frechheit, das die Merkel Drecksau überhaupt noch lebt wunder mich sehr. Ich denke das Stück Dreck ist so beschützt das keiner dazu kommt, oder die Deutschen haben keine Eier?“ Die Worte seien von mehreren Mitgliedern der Gruppe gelesen, aber von niemandem kommentiert worden.

Kristin Brinker über ihren Mann: Technisch nicht besonders versiert

Am Morgen sei die als Mordaufruf interpretierte Nachricht auf die Tagesordnung des Berliner AfD-Vorstands gesetzt worden. Daraufhin habe Brinker schließlich in den internen AfD-Chat geschrieben: „Der weitergeleitete Text sollte eigentlich gelöscht werden und ist versehentlich verschickt worden. Bitte um Entschuldigung und um Löschung.“ Kurz darauf sei die Nachricht verschwunden.

Seine Frau, die Berliner AfD-Vorsitzende Kristin Brinker, verteidigte ihren Mann. Er sei „nicht firm in technischen Dingen“ und habe „den falschen Knopf“ gedrückt, teilte sie dem Business Insider auf Anfrage mit. Dass sich die Löschfunktion an ganz anderer Stelle befindet, schien die Politikerin in ihrer Erklärung nicht zu bekümmern. Günter Brinker sei schon in der Vergangenheit durch unflätige Bemerkungen in Chats aufgefallen, hieß es. Zuvor hatten sie sich offenbar auch gegen Parteikollegen gerichtet.

Über Anzeigen gegen den Ehemann ist nichts bekannt. Es gilt die Unschuldsvermutung.